14.04.2018

Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Trainings bei unterschiedlichen Ausbildungszielen (14.04.-15.04.2018)

Ein Vergleich der Ausbildung von Dienst-, Rettungs- und Sporthunden, von Familien- und Begleithunden sowie von Hunden mit Verhaltensauffälligkeiten.

Referenten: Dr. Esther Schalke und Dr. Stephan Gronostay

Bei der Ausbildung von Hunden für einen besonderen Einsatzbereich stehen andere Ziele im Vordergrund als bei der Erziehung eines Familienbegleithundes. Dienst-, Rettungs- und Sporthunde sollen mit hoher Motivation und Genauigkeit und einem entsprechenden Tempo ihre Aufgabe erfüllen. Sie zeigen eine hohe Arbeitsbereitschaft und Reaktionsschnelligkeit. Ihre Erregbarkeit, Aktivität und ihr Durchhaltevermögen sind im Leistungsbereich wichtige Grundeigenschaften, die allerdings im alltäglichen Leben problematisches Verhalten begünstigen können.

Familienhunde- und Begleithunde sollten sich hingegen ausgeglichen und ruhig verhalten. Sie benötigen eine hohe Reizschwelle gegenüber alltäglichen Eindrücken wie Begegnungen mit fremden Hunden und Menschen. Sie sollten tolerant gegenüber Körperkontakt sein und ohne Aufregung warten können, wenn sie ihren Menschen im Alltag begleiten.

Eine dritte, oft intermediäre Gruppe, stellen die Hunde mit Verhaltensauffälligkeiten dar. Sie umfasst Hunde mit Störungen der Verhaltensentwicklung und Erregungskontrolle sowie erlernten Verhaltensproblemen. Zu ihr gehören auch Hunde aus dem Leistungsbereich, die als reine Begleithunde in Privathand leben. In vielen Fällen sind eine unkontrollierte, hohe Erregung und Reaktivität die Ursachen, die Angst- oder Aggressionsverhalten sowie Unkontrollierbarkeit begünstigen. Im Training dieser Hunde stehen die Erregungs- und Impulskontrolle sowie die Förderung von ruhigem und/ oder zielorientiertem Verhalten im Vordergrund.

Die Referenten haben ihre Tätigkeitsschwerpunkte in diesen verschiedenen Einsatzbereichen: Dr. Esther Schalke betreut seit vielen Jahren die Ausbildung von Rettungshunden, Diensthunden der Polizei und Sporthunden. Sie führt selber für besondere Einsatzbereiche geprüfte Hunde (Mantrailing, Jagd). Hingegen ist Dr. Stephan Gronostay rein verhaltenstherapeutisch tätiger Tierarzt. Er leitete über 15 Jahre Gruppen- und Einzelkurse in einer Hundeschule für Familienbegleithunde. Nach langjährigem Zusammenleben mit verhaltensproblematischen Hunden aus dem Tierschutz führt er aktuell einen reinen Familienbegleithund.

Während des Seminars werden die Referenten die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des Trainings von Hunden aus unterschiedlichen Einsatzbereichen darstellen:

  • Welche Ziele des Zusammenlebens sind für welches Hund-Mensch-Team wichtig?
  • Was sollte dafür im Alltag und im Training vom Welpenalter an beachtet werden?
  • Wie können das alltägliche Zusammenleben, der Einsatz oder, für den Begleithund, der Sport zum Spaß sinnvoll kombiniert werden?
  • Welche Übungen sind wichtig, wie unterscheidet sich das Training und welche Leistungsziele sind erforderlich (u. a. Aufbau von Übungen, Signale, Art der Belohnung und Belohnungsrate)?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, Verhaltensproblemen vorzubeugen?

Für den Praxisteil können 6 Hunde angemeldet werden.

Anerkennung zur Fortbildung für Tschqu. Hundetr. für 15 Stunden und anerkannt zur Fortbildung ÖKV Trainer.

Kosten:

VAK Mitglieder mit Hund                                         € 320,--
VAK Mitglieder ohne Hund                                      € 260,--

Interessierte Hundehalter und Trainer mit Hund      € 380,--
Interessierte Hundehalter und Trainer ohne Hund   € 320,--

Die Gesamtanzahl der Hunde ist mit 6 begrenzt.
Die Teilnehmer ohne Hund sind mit 35 begrenzt.

Anmeldung mit Hund per: Anmeldeformular Teilnahme mit Hund
Ausschreibung Seminar


Seminarablauf:

Samstag und Sonntag: 09:00 bis 17:00

Pausen werden ausreichend eingehalten um die Hunde zu versorgen. Die Mitnahme von verträglichen Hunden ist in den theoretischen Teilen möglich, während der praktischen Teile müssen die zusehenden Hunde verwahrt werden, damit die Praxisteile ohne Störungen ablaufen können.


Seminarort:

Dogmotion Hundesporthalle: http://www.dog-motion.at/
Google Maps: https://goo.gl/maps/o2rMpQHvqRN2

Anmeldung:

Anmeldungen bitte an seminare@kynologie.at mit dem Betreff Schalke-Gronostay

Die Anmeldung ist verbindlich und wird mit der Einzahlung der Teilnahmegebühr gültig.

Unsere Bankverbindung:
VAK Verein akademisch geprüfter KynologInnen
IBAN: AT56 1200 0515 1669 9844
BIC: BKAUATWW
Bitte den Betreff Seminar Schalke-Gronostay anführen!

Storno:
Bei schriftlicher Stornierung der Anmeldung bis zu 6 Wochen vor Seminartermin fällt keine Stornogebühr an, nach diesem Termin muss aus organisatorischen Gründen die volle Gebühr in Rechnung gestellt werden.

Allgemeines:
Wie bei allen Veranstaltungen und Kursen des VAK erfolgt die Teilnahme auf eigene Gefahr, was mit der Anmeldung zur Kenntnis genommen wird. Der VAK behält sich eine Absage von Seminaren aus organisatorischen Gründen vor. Im Falle der Absage eines Seminars werden bereits bezahlte Seminargebühren rückerstattet, eine darüberhinausgehende Entschädigung wird nicht geleistet.

Ausschreibung Seminar

Anmeldeformular mit Hund

Dr. Esther Schalke

Dr. Stephan Gronostay

Esther Schalke

Dr. Stephan Gronostay

Das Präsidium des VAK freut sich auf zahlreiche Teilnahme bei diesem außerordentlichen Seminar! Wir hoffen auch mit diesem Seminar wieder die Wünsche unserer interessierten Teilnehmer erkannt und umgesetzt zu haben.

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